Zwei Wochen Frieden sind unbezahlbar

Freitag, 17. Juli 2026

Was bedeutet Frieden?


Für die meisten von uns ist er selbstverständlich. Für 50 Jugendliche aus den Kriegsgebieten der Ukraine ist er zu einer seltenen Erfahrung geworden.


Vom 28. Juni bis 10. Juli 2026 konnten sie im ÖKO Feriendorf Schlierbach genau das erleben: zwei Wochen ohne Sirenen. Ohne Angst. Ohne die tägliche Unsicherheit des Krieges.

Das Rotary Ukraine Youth Camp 2026 schenkte wieder ihnen etwas, das sich nicht kaufen lässt. Zeit zum Durchatmen.  

Die Tage, gefüllt mit Erlebnissen.

Diese zwei Wochen wären ohne die rotarische Gemeinschaft nicht möglich gewesen.

Eine Gondelfahrt auf die Höss. Hochseilklettern am Gleinkersee. Bogenschießen, Geocaching, Beachvolleyball, Fußball, Schwimmen, Kreativworkshops und Wanderungen. Es wurde gelacht, gespielt und Neues ausprobiert. Für viele der Jugendlichen waren es Erlebnisse, die sie zum ersten Mal in ihrem Leben machen konnten.

Neu im Programm waren Sprachkurse in Deutsch, Englisch und Ukrainisch. Gerade Jugendliche aus den stark umkämpften Regionen im Osten haben oft Defizite in ihrer Muttersprache. Sprache wurde damit zu einem weiteren Baustein für Zukunft und Identität.

Besonders bewegend war ein gemeinsames Kunstprojekt mit dem Künstler Florian Wild. Gemeinsam entstand ein großes Bild. Am Ende des Camps wurde es in viele einzelne Teile zerschnitten und jede Teilnehmerin und jeder Teilnehmer nahm ein Stück mit nach Hause.

Die Botschaft dahinter war ebenso einfach wie berührend:

Wenn Frieden ist und wir uns wiedersehen, setzen wir das Bild wieder zusammen.

32 Rotary Clubs, drei Privatpersonen und das Land Oberösterreich finanzierten das Camp.

Elf Rotary Clubs und drei Rotaract Clubs gestalteten das Programm aktiv mit. Insgesamt begleiteten 53 Rotarierinnen und Rotarier55 Rotaracterinnen und Rotaracter sowie rund 30 weitere Helferinnen und Helfer die Jugendlichen. Sie kamen aus dem gesamten Distrikt, von Vorarlberg über Tirol und Salzburg bis nach Oberösterreich.

Ebenso groß war die Unterstützung zahlreicher regionaler Partner. Bergbahnen, Gemeinden, Schulen, Gastronomie und Unternehmen öffneten ihre Türen und machten viele Programmpunkte überhaupt erst möglich. Ein besonderes Zeichen setzte auch die edition Riedenburg, die den Jugendlichen zweisprachige Bücher in Deutsch und Ukrainisch schenkte.

Elf Rotary Clubs und drei Rotaract Clubs gestalteten das Programm

Dieses Camp war weit mehr als ein Ferienprogramm.

Es war ein Zeichen gelebter rotarischer Solidarität. Es zeigte, was möglich wird, wenn viele Menschen Verantwortung übernehmen. Für zwei Wochen konnte der Krieg nicht über das Leben dieser Jugendlichen bestimmen.


Vielleicht ist genau das die größte Wirkung unseres Camps.

Es schenkt keine Lösung für den Krieg. Aber es schenkt Hoffnung. Und manchmal beginnt Zukunft genau damit.